Fotografie vs. Malerei
Ende letzter Woche habe ich unseren Aufenthalt in der niedersächsischen Hauptstadt dazu genutzt mir die Ausstellung “Fotografie trifft Malerei – Die Sammlung Wilde im Sprengel Museum Hannover” anzusehen. Dabei interessierte mich vor allem die Form der Gegenüberstellung und der Dialog der beiden Medien.
Zum Teil gut integriert treten die Aufnahmen in den Dialog mit dem alten Medium der Malerei. Oftmals sind es flach thematische Gegenüberstellungen und subtil anmutende Strukturen die geradewegs den Vergleich erzwingen. Zwei Räume sind auschließlich der Fotografie vorbehalten, in den weiteren Räumen der Sammlung sucht man regelrecht nach den Fotografien und den Ähnlichkeiten und Differenzen zu ihrem Gegenüber.
Im Raum für Fotografie sind Porträtaufnahmen von August Sander, Heinrich Riebesehl, Zoltán Jókay und anonyme, indische Bazarfotografie der frühen 1990er Jahre zu sehen. Dabei haben mich vor allem die Arbeiten Riebesehls beeindruckt, aber auch die Aufnahmen Sanders und Jókays, die trotz 80jähriger Differenz sehr viel Ähnlichkeiten aufweisen. Insbesondere im Hinblick auf das relativ neue Phänomen der Mode- und Streetphotography in den weltweiten Blogs, lassen sich Sanders Aufnahmen als ebenso kritische Anfänge sehen.
| Gut zu wissen: Freitags freier Eintritt im Sprengel Museum |



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Schönen Tag noch, Betsi