14.01.2010
14:

Dieses kleine Buch ziehe ich immer und immer wieder aus dem Bücherstapel der Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke um einfach ein bischen darin zu blättern. Es ist randvoll gefüllt mit Fragen des Künstlerduos Fischli&Weiss, das seit 1979 zusammenarbeitet. Es ist ganz zauberhaft darin zu stöbern, es sich stets von Neuem vorzunehmen und immer wieder an anderen Fragen hängen zu bleiben. Scheinbare Nebensächlichkeiten und Banalitäten neben “wichtigen” Fragen des Lebens regen an und eh man sich versieht ist man gänzlich darin versunken und kommt aus dem Schmunzeln und Grübeln mit einem weinenden und einem lachenden Auge wieder heraus.
Ich wollte lediglich einen kleinen Auszug an Fragen listen, doch bin ich erneut fasziniert von einer Seite zur nächsten gestolpert und habe meine derzeitigen Favoriten wiederholt um neue erweitern müssen. Dennoch ein kleiner feiner Fragenkatalog aus FINDET MICH DAS GLÜCK?:
“… WARUM GESCHIEHT NIE NICHTS? | HILFT HARTNÄCKIGES WÜNSCHEN? | GIBT ES DIE WELT AUCH OHNE MICH? | WOHIN STEUERT DIE GALAXIS? | SOLL ICH MICH DER FORSCHUNG ZUR VERFÜGUNG STELLEN? | HERRSCHT TIEFER FRIEDEN IN MEINER WOHNUNG WENN ICH NICHT DA BIN? | SOLL ICH DIE WIRKLICHKEIT IN RUHE LASSEN? | IST MEINE DUMMHEIT EIN WARMER MANTEL? | SOLL ICH DEM TAGESLICHT AUS DEM WEG GEHEN? | WIRD DER BEREICH DES MÖGLICHEN IMMER KLEINER? | IST MEIN LÜGENGEBILDE EIN MEISTERWERK AN INNOVATION UND STATIK? | DARF SICH DIE WAHRHEIT ALLES ERLAUBEN? | SOLL ICH MICH BETRINKEN? | BIN ICH EIN SCHWAMM? | WÄRE ICH EIN GUTER JAPANER? WARUM LEISTET SICH DIE ERDE DEN LUXUS MICH ZU HABEN? | WARUM SIND DIE STERNE SO UNORDENTLICH VERTEILT? | HILFT MÜDIGKEIT GEHEIME BOTSCHAFTEN WAHRZUNEHMEN? | SOLL ICH MEINEN AUSPUFF ABMONTIEREN UND NACHTS IN DER NACHBARSCHAFT HERUMFAHREN? | WARUM DARF MAN NICHT ÜBER DINGE SPRECHEN DIE MAN NICHT VERSTEHT? | WAS GESCHIEHT MIT DEN FERNSEHSENDUNGEN DIE ICH NICHT GESEHEN HABE? …”
03.11.2009
03:

Im Kunstverein Hannover ist aktuell die Ausstellung “David Thorpe – Veils and Shelters (…)” zu sehen. Von meiner anfänglichen Skepsis war bereits nach dem ersten Ausstellungsraum nichts mehr vorhanden. Thorpe entwirft einen eigenen, utopischen Kosmos in den der Besucher angehalten ist einzutreten. Seine Arbeiten entstehen aus faszinierend überraschenden Materialkombinationen und durch Einbeziehung kunsthandwerklicher Techniken, die bei näherer Betrachtung in ihrer Akribik überzeugen. Dabei entsteht aus den verschiedenen Medien, Collagen, Skulpturen und Installationen, ein neuer, abgegrenzter Bereich den es zu erschließen gilt. In ihren Kombinationen und eigenwilligen Ansätzen und Verweisen werden ästhetische Brücken zwischen Vergangenheit und fiktiver Zukunft geschlagen. Noch bis zum 08. November!
30.08.2009
30:

Auch ich habe nun endlich den Film “Coco avant Chanel” sichten können, wirklich sehr toll! Da sich im Vorfeld bereits begeisterte Meinungen überschlugen, ging ich mit hohen Erwartungen ins Kino und wurde nicht enttäuscht. Audrey Tautou begeisterte mich wie gewohnt und der gesamte Film ist sehr liebevoll bis in viele Details hinein komponiert. Die frühen Anfänge und Inspirationen werden anregend gezeigt und in vielen ruhigen Bildern und Kamerafahrten eingefangen. Der Film macht Lust auf mehr, so dass ich mir gleich zwei Bücher über diese in vielerlei Hinsicht faszinierende Frau zugelegt habe – vermutlich parallel zu dem Großteil der Kinogänger
Rein optisch, haptisch und generell präferiere ich “Die Kunst, Chanel zu sein“, insbesondere da Coco Chanel selbst zu Wort kommt, aber wir werden sehen, auch “Coco Chanel: Ein Leben” schaut vielversprechend aus
28.08.2009
28:


Aurélie Mathigot
Bei Wool And The Gang gibt es feinste Strickmode, Tutorials via Video und das Beste: Kits die alles beinhalten um gleich loszulegen und sich das Objekt der Begierde selbst anzufertigen. Darin enthalten sind die nötige Wolle, Holzstricknadeln, die Anleitung und Patches – und los kann es gehen! Sehr inspirierend und mit weiteren Ideen gespickt ist der zugehörige Blog rund um das Thema Stricken.
So fand ich dort auch einen Post zu der französischen Künstlerin Aurélie Mathigot. Sehr feinfühlige und innovative Arbeiten die sich mit den Themen Haut, Geborgenheit und Alltag in Form von StickSkulpturen, eingehäkelten Alltagsgegenständen und Fotokunst, die verschiedene Medien in einem Werk verbindet, befasst.
17.08.2009
17:

Ende letzter Woche habe ich unseren Aufenthalt in der niedersächsischen Hauptstadt dazu genutzt mir die Ausstellung “Fotografie trifft Malerei – Die Sammlung Wilde im Sprengel Museum Hannover” anzusehen. Dabei interessierte mich vor allem die Form der Gegenüberstellung und der Dialog der beiden Medien.
Zum Teil gut integriert treten die Aufnahmen in den Dialog mit dem alten Medium der Malerei. Oftmals sind es flach thematische Gegenüberstellungen und subtil anmutende Strukturen die geradewegs den Vergleich erzwingen. Zwei Räume sind auschließlich der Fotografie vorbehalten, in den weiteren Räumen der Sammlung sucht man regelrecht nach den Fotografien und den Ähnlichkeiten und Differenzen zu ihrem Gegenüber.
Im Raum für Fotografie sind Porträtaufnahmen von August Sander, Heinrich Riebesehl, Zoltán Jókay und anonyme, indische Bazarfotografie der frühen 1990er Jahre zu sehen. Dabei haben mich vor allem die Arbeiten Riebesehls beeindruckt, aber auch die Aufnahmen Sanders und Jókays, die trotz 80jähriger Differenz sehr viel Ähnlichkeiten aufweisen. Insbesondere im Hinblick auf das relativ neue Phänomen der Mode- und Streetphotography in den weltweiten Blogs, lassen sich Sanders Aufnahmen als ebenso kritische Anfänge sehen.
| Gut zu wissen: Freitags freier Eintritt im Sprengel Museum |
16.07.2009
16:

Über bastisRike bin ich auf die Arbeiten der Illustratorin Nacho Gómez und den Aufruf SaveOurBlogs {S.O.B.} aufmerksam geworden. Eine feine Sache wie ich finde, es erfreut mich immer wieder einen neuen Kommentar zu erhalten und auch einen zu verfassen. Mit einem breiten Grinsen wandere ich dann vom Email-Posteingang zum blog, lese den Kommentar und schaue mir danach an von wem er stammt. So entdecke ich immer neue spannende und inspirierende blogs, auf die ich sonst nicht aufmerksam geworden wäre. Erst durch die Beteiligung der Leser und einen mehr oder minder regen Austausch gerät ein blog zu einem inspirierenden Dialog der sich ständig weiter entwickelt.
Die Illustrationen in dem blog estrellasycaracoles sind sehr feinfühlig und poetisch, ansehen – und kommentieren – lohnt sich!
06.07.2009
06:

Zwei feine neue Bücher habe ich mit nach Hause geschleppt, endlich mal wieder was für den Kopf! Ich freue mich schon {fast} wieder auf etwas Regen, eine Tasse Tee und einen ruhigen Sonntagnachmittag im Lieblingssessel …
27.06.2009
27:




Hier nun ein paar Eindrücke des Rundgangs an der Kunsthochschule. Es gab einige inspirierende Arbeiten in diesem Jahr, im Bereich der Fotografie wurde sich oftmals auf das analoge Arbeiten konzentriert, die eigenen Abzüge dann lediglich mit Stecknadeln oder Haken an der Wand befestigt. Auch das Thema Strukturen war sehr oft und in unterschiedlichen Medien zu finden. Die Arbeiten der Grundklassen waren teils noch unausgegoren und repetitiv, dennoch gab es schöne neue Ideen und überraschend charmante Werke zu entdecken. Sehr schade war es allerdings, dass die Arbeiten der Studenten nicht eindeutig mit dem Namen des Urhebers versehen waren, man konnte nur anhand aufgehängter Pläne an der Einganstür des Ateliers erraten welche Arbeit zu welchem Künstler gehörte oder immer wieder aufs Neue nachfragen …
25.06.2009
25:

Ein tolles neues Buch gibt es von Helge Sobik mit dem Titel “Picassos Häuser“. Es sieht vielversprechend und nach einem sehr anregenden Bildband aus. Es zeigt den Künstler von einer anderen, sehr intimen Seite und der Betrachter/Leser erhält die Möglichkeit hinter die Kulisse der fünf, in Südfrankreich gelegenen, Häuser zu blicken. Der stolze Preis hat mich bisher davon abgehalten es sofort zu ordern, da muss nun erst noch etwas gespart werden…
22.06.2009
22:

Inspiration und aktuelle Arbeiten gibt es auf dem HBK-Rundgang in Braunschweig. Mit der Eröffnungsfeier am Dienstagabend gehts los, von Mittwoch bis Samstag kann man sich die Arbeiten der StudentInnen in den Ateliers und Werkstätten ansehen. Den Abschluss bildet am Samstag das Sommerfest im Weidenhof der Kunsthochschule.
|Infos: hier und hier |
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